2. Tag auf Sansibar | Strandspaziergang

Heute Morgen haben wir etwas länger geschlafen. Eines der Kinder, die mit uns hier sind hat heute seinen Geburtstag und den haben wir natürlich ein wenig gefeiert. Im Restaurant, zum Frühstück, gab es dann auch einen Kuchen für die Kleine und es wurde von der Kochtruppe laut (und schräg) gesungen.

Nach dem Frühstück sind wir dann zu einem Strandspaziergang aufgebrochen. Joy sagte, dass es auf Sansibar den feinsten Sand der Welt gibt und das glaube ich sofort. Der Sand hier ist wie weisses Pulver. Er bleibt überall kleben und kommt aus jeder Stofffalte raus. Ich bin ja mal gespannt, wie lange ich noch diesen Sand in meinem Kleidern finde.

Der Spaziergang am Strand war sehr entspannt. Es gab nur sehr wenige Händler oder Makler, die einem etwas verkaufen wollen und alle akzeptieren es sehr schnell und sehr freundlich, wenn man nicht interessiert ist. Überhaupt sind die Menschen hier alle sehr offen, freundlich und höflich. Es kann passieren, dass ein Fahrradfahrer, der einem entgegenkommt anhält, grüßt und nachfrägt wie es einem geht. Zuerst dachte ich immer, dass die uns etwas verkaufen wollen, aber sie waren einfach nur nett. Sehr außergewöhnlich!

Als wir dann an einem Hotel am Strand angekommen waren, haben wir dort noch etwas getrunken, um dann auf der Straße den Rückweg anzutreten. Zuerst sind wir noch an ein paar Hotels (darunter ein paar die noch im Bau waren) vorbei gekommen, aber dann waren wir quasi im Hinterland. Auf unserem Weg zur Strasse haben wir dann ein Dorf passiert, dass lediglich aus ein paar Wellblechhütten bestand. Die Kinder haben auf der Straße gespielt, die Frauen am Straßenrand gearbeitet oder gewaschen. Das war mit Sicherheit eines der ärmeren Dörfer.

Sansibar ist zu 95% muslimisch und so haben wir uns natürlich vorab entsprechend eingekleidet: Lange Hosen und ein langarmiges Shirt für mich und lange Röcke und Tücher über Kopf und Schulter für die Frauen. Auch hier wurden wieder neugierig beäugt. Angesprochen haben uns nur einige der Kinder, die ganz offensichtlich neugierig waren. Auf dem Weg vom Dorf zur Hauptstraße sind uns dann ganze Schulklassen entgegen gekommen (ganz offensichtlich war die Schule aus). Die Schüler haben alle blaue Hosen (Jungs) und blaue, lange Röcke (Mädels) getragen. Dazu hat dann entweder ein weisses Hemd oder ein weisses, langes Kopftuch (ich weiss nicht genau, wie man das nennt) gehört. Diese Kinder waren sehr viel offener und haben uns angesprochen. Sie wirkten alle sehr fröhlich und irgendwie aufgedreht (kommt wohl davon, wenn man den ganzen Tag in der Schule still sitzen muss; ist bei uns ja auch so). 

An der Hauptstraße, die zu unserem Dorf führt, sind wir dann weiter gelaufen. Die ganze Zeit ist und kein Taxi begegnet, was dafür spricht, dass hier tatsächlich wenige Touristen unterwegs sind. Fast alle Menschen sind hier zu Fuß unterwegs. Einige haben ein Fahrrad, aber der Rest bewegt sich zu Fuß den Straßen entlang. Wir hatten auf dem Rückweg noch einige sehr nette und freundliche Begegnungen mit Menschen, die uns entgegen kamen.

Den Rest des Tages haben wir dann wieder am Pool verbracht, gelesen und geredet. Eine sehr schöne Zeit!

Im Moment sitzen wir im Wohnzimmer und draußen regnet es. Für morgen haben wir geplant schnorcheln zu gehen. Ich bin ja mal gespannt ob das klappt.

Dieser Beitrag wurde unter Urlaub abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

14 + 16 =