5. Tag Samarkand | Urlaub Usbekistan 2016

Heute stand das restliche Besichtigungsprogramm auf dem Plan. Wir sind schon früh los, das der südkoreanische Staatspräsident angesagt war und wir wollten noch vor den Straßensperren dort sein.

Shah-I-Zinda-Nekropolis

Shah-I-Zinda-Nekropolis

Zunächst haben wir die Shah-I-Zinda-Nekropolis besucht. Ein sehr beeindruckender Ort, der unter religiöser (also nicht staatlicher) Verwaltung steht. Die Nekropolis ist eine Anordnung von fast 20 Mausoleen aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Besonders beeindruckend sind die Muster und Verzierungen, mit denen die Mausoleen geschmückt sind.

Shah-I-Zinda-Nekropolis

Shah-I-Zinda-Nekropolis

In einem der Mausoleen liegt der Cousin von Mohamed und so ist natürlich der ganze Ort eine Art Wallfahrtsort zu dem viele Muslime kommen um zu beten.

Friedhof

Friedhof

Rund um die Nekropolis ist der Friedhof angeordnet. Ich war noch nie auf einem muslimischen Friedhof und fand alles aus diesem Grund sehr spannend. Interessant ist, dass viele der Gräber gar keinen Grabstein haben, sondern lediglich ein Hügel den Ort anzeigt, an dem jemand begraben liegt.
Direkt angrenzend ist der jüdische Friedhof zu finden. Hier in der Region scheint es keine Probleme mit unterschiedlichem Glauben zu geben.

Statue von Ulugbek

Statue von Ulugbek

Nach dem Besuch der Nekropolis ging es dann weiter zu den Resten der Sternwarte von Ulugbek. Ulugbek war der Enkel von Amir Temur und hat sich im Gegensatz zu seinem Opa sehr für Bildung und Wissenschaft interessiert. Er war ein Verfechter davon, dass jeder Muslim und jede Muslimin nach Wissen streben sollte. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau waren natürlich zu dieser Zeit sehr provokativ. Am Ende wurde Ulubek von seinem Sohn getötet, weil ihm Bildung und Wissenschaft wichtiger waren als Macht und Einfluss und er aus diesem Grunde auch nicht in den Krieg ziehen wollte.

Reste der Sternwarte

Reste der Sternwarte

Mit der Sternwarte war Ulubek im 15. Jahrhundert in der Lage die Bewegungen der Sterne am Himmel zu messen und zu kartografieren. Er war damit in seiner Zeit einer der astrononischem Pioniere. Erhalten ist lediglich ein kleiner Teil seiner Sternwarte. Dennoch ist es sehr beeindruckend zu sehen, zu was die Menschen hier in der Lage waren.

Medresse auf dem Registonplatz

Medresse auf dem Registonplatz

Zum Abschluss des Besichtigungsprogrammes waren wir dann noch mal zum Registonplatz mit seinen drei Medressen gegangen. Heute war der Platz offen und wir konnten in die Innenhöfe gehen. Wie immer ist es dort sehr ruhig und erholsam. In den Medresen, die heute Museen sind, findet man dann Händler, die Souvenirs und lokale Produkte wie Schals und Keramiken anbieten.

usbekisches Instrument

Unser Reiseführer ist sehr gut vernetzt und kennt hier sehr viele Menschen. So hat er uns eine kurze Vorführung der lokalen Musikinstrumente organisiert. Hier spielt man sehr viele Saiteninstrumente, die ähnlich wie eine Gitarre gespielt werden. Zudem gibt es noch eine Handtrommel und eine Querflöte aus Holz. Ich finde es immer wieder aufregend neue Klänge und Lieder kennen zu lernen.

Den Nachmittag hatten wir dann zur freien Verfügung. Wir haben die Zeit genutzt noch ein paar Bilder auf dem Registonplatz zu machen, die Kulisse ist einfach zu beeindruckend. Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Stadt spazieren gegangen und haben in einer Teestube etwas zu Mittag gegessen.

Wir wollten eigentlich auch noch das Grab des verstorbenen Präsidenten besuchen, was aber leider nicht möglich war. Der Zugang wurde von Polizei und Geheimdienst abgesperrt. Wir saßen noch ungefähr eine Stunde in einem Park im Schatten und haben das Treiben beobachtet und gewartet ob wir vielleicht doch noch rein gehen können.

Auf dem Rückweg zum Hotel gab es dann noch so etwas wie eine Fußgängerzone mit Ladengeschäften. Hier hat man schon gesehen, dass der Tourismus etwas Einzug gehalten hat. Die meisten Läden hatten sehr ähnliche Produkte bei denen man gesehen hat, dass sie eben für Touristen hergestellt wurden. Nur ein Geschäfte hatte Aquarelle angeboten, die mir gut gefallen haben.
Bisher habe ich noch keine Bilder gekauft, aber wir haben noch Zeit…

Abends wurden wir dann von der Reiseagentur zum Abendessen in ein schönes, ruhig gelegenes Restaurant eingeladen. Ein schöner Tagesabschluss.

Morgen gehts wieder früh los. Wir fahren von Samarkand nach Norden in die Wüste und besuchen dort den Aydarkul-See. Ich war noch nie in einer Wüste und bin sehr gespannt wie das wird.

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