6. Tag Ayrdakul-See und Jurtecamp

Um 8.00h ging es heute morgen schon los. Mit unserem Fahrer und unserem Reiseführer sind wir nach Norden in die Nurata-Region gefahren.

Nurata liegt in der Kyzylkum-Wüste. In unserer Vorstellung sind Wüsten sind ja immer riesige Dünen und weit und breit kein Bewuchs. Das ist natürlich nicht richtig. Die Kyzylkum-Wüste ist eine Steppenlandschaft mit vielen Sträuchern. Im Hintergrund sind Berge zu sehen. Eine sehr beeindruckende Landschaft.

Kyzylkum-Wüste

Kyzylkum-Wüste

Die Menschen hier betreiben hauptsächlich Landwirtschaft, Viehzucht im Speziellen. Immer wieder sind Kuh-, Schaf- und Ziegenherden zu sehen. Und es ist auch nichts außergewöhnliches, wenn Kühe oder sogar Pferde die Straße kreuzen.

Chil-Ustun-Moschee

Chil-Ustun-Moschee

Auf der Fahrt nach Norden haben wir dann an der Chil-Ustun-Mosche in Nurata halt gemacht. Direkt neben der Mosche ist die Chashmaquelle, die zusammen mit den darin lebenden Fischen heilig ist. Moschee und Quelle sind ein Wallfahrtsort, so dass viele Pilger hier her kommen. Wir waren schon sehr früh da, so dass wir den Ort fast für uns alleine hatten. Ich habe die Ruhe sehr genossen.

heilige Quelle

heilige Quelle

Oberhalb der Moschee und der Quelle kann man künstlich aufgetragene Erdhügel sehen, die Ruinen der Festung von Alexander dem Großen, der hier sein Reich geschützt hat. Sehr viel ist leider nicht erhalten, aber die Aussieht von den Hügeln ist atemberaubend. Nurata ist tatsächlich eine Oase in der Wüste, die mit dem Wasser der Chasmaquelle versorgt wird.

Blick von den Festungsruinen

Blick von den Festungsruinen

Das Mittagessen gab es ebenfalls in Nurata, dieses Mal in einem Privathaus. Eine Familie versucht hier im Hof ein kleines Restaurant aufzubauen. Ich mag es sehr in den beschatteten Höfen zu sitzen und die Zeit zu genießen. Zu essen gab es wieder traditionelle usbekische Speisen, dieses Mal Pelmini.

Anschließend ging es weiter an der Aydarkul-See, wohin wir ca. 2 Stunden benötigten. Der See ist wohl erst in den 70er Jahren als Resultat eines Staudammes in Kasachstan entstanden. Über unterirdische Verbindungen und Gesteinsschichten staut sich nun auch mitten in der Wüste in Usbekistan ein riesiger See auf, der noch weiterhin wächst.

Aydarkul-See

Aydarkul-See

Wir hatten die Gelegenheit im See zu baden, der auf Grund der Hitze in der Wüste ganz gut aufgewärmt war. Der Sand in der Wüste und am See ist sehr fein und beige (wir haben natürlich etwas für die Sammlung mitgenommen). Man ist hier sehr alleine, außer ein paar weiteren Touristen gibt es kaum andere Menschen und das Panorama ist grandios. Wir haben diskutiert, wie lange es dauert, bis hier der Tourismus so richtig einsetzt.

unsere Jurte

unsere Jurte

Die Nacht haben wir in der Wüste in einem Jurtencamp verbracht. Wir haben eine „Standard-Jurte“ gebucht – ich habe keine Ahnung wo wohl die Unterschiede zu einer „Nobel-Jurte“ sind.
Eine Jurte ist ein festes Zelt, das mit Holz und dickem Filzstoff als Plane gebaut wird. Zwei einfache Matratzen und dicke Decken (nachts wird es kalt) gibt es, mehr braucht man auch nicht. Duschen und Toiletten sind in separaten Gebäuden untergebracht.

Jurtencamp in der Wüste

Jurtencamp in der Wüste

Gemeinsam mit uns waren ca. 50 weitere Touristen (Polen, Spanier, Franzosen und Koreaner) im Jurtencamp untergebracht. Ich find das Camp und die Jurte sehr spannend, auch wenn das der Ort war, der durch die anderen Touristen auf mich bisher den touristischsten (sagt man das so?) Eindruck gemacht hat. Die Franzosen und Spanier haben natürlich bei Rotwein noch laut am Feuer gesungen. Wir haben uns früh zurück gezogen, da wir von den vergangenen Tagen doch etwas müde waren.

Morgen gehts wieder zurück durch die Wüste etwas weiter in den Süden nach Buchara. Ca. 6 Stunden Fahrt sind angekündigt und im Reiseprogramm wird Buchara mit „Plätze aus 1001 Nacht“ angekündigt. Ich bin gespannt.

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