Autofahren in Usbekistan | Urlaub Usbekistan 2016

Wer behauptet, ich würde unsicher fahren, darf gerne mal nach Usbekistan kommen…

Kreuzung in Samarkand

Kreuzung in Samarkand

Erst mal vorweg: Natürlich gibt es hier noch Eselkarren und Menschen, die mit dem Pferd unterwegs sind. Die allermeisten Leute scheinen jedoch ein Auto zu besitzen.
(Fast) Alle Auto sind weiss, wurden von Chevrolt, Daewoo, o.ä. hergestellt und sind verbeult. Dazwischen fahren noch auch noch viele alte Autos aus russischer Produktion rum. Motorräder und Fahrräder gibt es ganz wenige.

Gefahren wird hier eher nach Gefühl. Wobei man sich darauf verlassen kann, dass an roten Ampeln auch gehalten wird.
Die Anzahl der Spuren einer Straße scheint jedoch eher so ein Vorschlag zu sein. Da werden schnell mal drei Spuren aus zwei echt vorhandenen gemacht. Und die Gegenspur kann man auch gerne mal nehmen. Die müssen dann halt ein wenig aufpassen. Auf Landstraßen, bei denen keine Mittelbegrenzung existiert geht das ja noch. In den Bergen gab es jedoch Betonblöcke, die die Mitte begrenzt haben. Die wurden von unserem Fahrer aber auch mal lässig rechts liegen gelassen.

alter Wolga an einer Tankstelle in der Wüste

alter Wolga an einer Tankstelle in der Wüste

Interessanterweise haben wir uns nie unsicher gefühlt. Und einen Unfall haben wir auch noch nicht gesehen. Das liegt vielleicht an den Geschwindigkeit. 100-110 km/h ist schon ziemlich schnell. In der Wüste sind wir eher 60-80 km/h gefahren. Mehr lassen die Straßen eigentlich auch nicht zu.

Spannend sind die vielen Geschwindigkeitskontrollen mit Radarpistolen. Alle paar Kilometer steht ein Polizist am Straßenrand und misst die Geschwindigkeit der Autos.
Die Antwort der Fahrer sind Radarwarngeräte. Alle Autos mit denen wir bisher gefahren sind, hatten solch ein kleines Gerät eingebaut. Das piepst dann immer wenn eine Geschwindigkeitskontrolle vor uns liegt (macht es ständig). Erwischt wurden wir bisher ein Mal. Das schien aber kein Problem gewesen zu sein. Unser Fahrer hat seinen Führerschein, zusammen mit ein paar Scheinen vorgelegt und dann war es erledigt. Ob es sich bei dem Geld um das Bußgeld oder eher um Entscheidungsbeschleuniger handelte weiss ich nicht. Müsste ich mal unseren Reiseführer fragen.

Kühe auf der Straße in der Wüste

Kühe auf der Straße in der Wüste

Ganz wichtig beim Fahren ist die Hupe, die viel und gern eingesetzt wird. Meistens, wenn man von hinten angefahren kommt und etwas Platz zum Überholen benötigt. Spannenderweise scheint das hier keinen Stress auszulösen. Die Fahrer sind sehr entspannt und es wird eigentlich nie gestikuliert oder geschimpft.

Abbiegen in den Städten empfinde ich als echtes Abenteuer. Da biegen dann die Autos auf einer zweispurigen Straße dreispurig ab und gefahren wird da wo es eine Lücke gibt. Da fährt man schon mal ganz rechts an die Ampel ran und zieht dann bei Grün schnell nach links.

Zapfseule in der Wüste

Zapfseule in der Wüste

Die Straße sind hier so lala. Auf Grund der sehr hohen Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter gibt es sehr viele Schlaglöcher (und ich meine SchlagLÖCHER!) um die an rumfahren muss. In den Städten ist eigentlich alles in Ordnung, nur über Land sind die Straßen und Wege nicht so besonders.

Mal sehen, was ich hier noch so alles beim Autofahren erlebe.

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