8. Tag Buchara | Urlaub Usbekistan 2016

Heute ging es nach dem Frühstück dann los in die Altstadt.

Begonnen haben wir mit einem Besuch eines der ältesten noch erhaltenen Gebäuden in der Region, dem Ismael-Samani-Mausoleum. Das Gebäude stammt noch aus der Zeit bevor Dschingis Khan die Region eroberte und wurde als eines der wenigen Gebäude nicht zerstört. Man kann dort noch Verzierungen erkennen, die auf Feuerkulte zurückzuführen sind.

Ismael-Samani-Mausoleum

Ismael-Samani-Mausoleum

Vom Mausoleum ging es dann weiter zum Marktplatz, der direkt daneben liegt. Hier tobt das Leben. Viele Verkäufer bieten ihre Waren an. Wie schon in Tashkent und in Samarkand gibt es verschiedene Bereiche für Fleisch, Getreide, Gemüse und Obst. Dieses Mal haben wir bei den Süßigkeiten und bei den Gewürzen zugeschlagen. Es gibt ein paar Gewürzsorten, die wir in Deutschland so nicht kennen und die müssen wir natürlich mitbringen. Ich habe dann noch ein wenig Reis gekauft. Ich freue mich schon darauf, daraus ein Plow zu machen. Plow ist eines der traditionellen Gerichte in Usbekistan.

Reis kaufen

Reis kaufen

Vom Basar ging es dann weiter über ein Museum zur Wasserversorgung in Buchara zur Bolo-Hauz-Moschee, die noch aktiv ist und mit schönen Holzsäulen im Eingangsportal glänzt. Wir sind grade noch vor der Gebetszeit reingerutscht und konnten den Innenraum mit den imposanten Verzierungen besichtigen.

Bolo-Hauz-Moschee

Bolo-Hauz-Moschee

Weiter ging es dann Ark-Festung, die als Herrschaftssitze des Khans von Buchara (im 18. Jahrhundert, bevor die Region vom russichen Zar eingenommen wurde) diente. Ein sehr imposanter Bau. Alles wurde zur Sowietzeit aufwendig wieder hergestellt. Im hinteren Bereich kann man noch sehen, wie der ursprüngliche Zustand war.

Ark-Festung

Ark-Festung

Eine der großen Sehenswürdigkeiten ist das große Minarett beim Poi-Kalon-Ensemble, das aus dem Minarett, einer Freitags-Moschee und einer noch aktiven Medresse besteht. Ich mochte sehr die Atmosphäre in der Mosche, deren Innenhof von einer Art Wandelgang mit mehr als 200 Kuppeln umgeben ist. Alles ist sehr ruhig und die kühle Luft ist ebenfalls sehr angenehm.

Bogengang

Bogengang

Zum Abschluss der Vormittages waren wir noch be einem großen Teppichverkäufer, der seit 7 Generationen alle Teppiche selbst herstellt und verkauft. Geführt wird das Unternehmen von der 26-jährigen Tochter.
Es gibt dort auch einen Showroom in dem man sehen kann, wie die Teppiche geknüpft werden. Alles ist Handarbeit und die Herstellung eines Teppichs dauert zwischen 3 und 12 Monaten. Ich fand besonders die vielen Details und kleinen Muster sehr spannend. Da wundert es auch nicht, dass für große, aufwendige Seidenteppiche bis zu 70.000,- US$ aufgerufen werden.

Teppiche

Teppiche

Nach der Führung am Vormittag waren wir am Nachmittag dann auf eigene Faust unterwegs. Wir haben zunächst ein wenig die Ruhe im Hotel genossen und sind dann abends noch mal los um die Atmosphäre der Stadt zu erwischen.

In Buchara gibt es ein kleines Cafe, das von einer Deutschen geführt wird. Dort gibt es auch den einzig wirklich akzeptablen Kaffee, den ich auf der Reise bisher getrunken habe. Ansonsten wird nur Instant-Kaffee angeboten. Das ist aber kein Problem, da immer Grüntee zur Verfügung steht, mit dem man wunderbar seinen Durst löschen kann.

Morgen geht es weiter durch die Wüste nach Chiva, einer weiteren Oase, die wohl etwa kleiner als Buchara ist. Wir lassen uns überraschen.

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