9. Tag Fahrt nach Chiva | Urlaub Usbekistan 2016

Heute gings mal wieder durch die Wüste, dieses Mal nach Chiva.

Insgesamt waren mehr als 7 Stunden Fahrt angesagt und die haben wir auch gebraucht. Mittagessen gab es in der Wüste in einer kleinen Teestube, die offensichtlich ein beliebter Haltepunkt für Durchreisende ist.

Teestube in der Wüste

Teestube in der Wüste

Trotz der langen Dauer war die Fahrt doch sehr kurzweilig. Zum einen waren wir von den Tagen davor noch etwas müde, so dass wir immer wieder ein wenig geschlafen haben. Zum anderen gibt es auch in der Wüste viel zusehen, da wir immer wieder durch kleine Orte gekommen sind. Ich finde es ja gerade spannend zu sehen wie die Menschen leben, auch abseits der großen Städte.

Chiva

Chiva

In Chiva sind wir dann am späten Nachmittag angekommen. Chiva ist ähnlich wie Buchara eine Oase, eine Stadt in der Wüste. Umgeben ist die Stadt von zwei mächtigen Stadtmauer; die Innere ist noch erhalten (oder wieder aufgebaut, so klar ist mir das nicht). Auch in Chiva fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Im Inneren der Stadtmauer findet man erneut schöne alte Medressen und Moscheen, die mit wunderbaren grünen und blauen Kuppeln über die Stadt wachen.

In Buchara hatte ich abends kurz die Gelegenheit in die Gassen hinter die Hauptstraßen zu gehen und ich werde versuchen das morgen auch in Chiva zu tun. Ich bin sehr gespannt, wie das Leben hinter der schön gemachten Häusern so ist.

Nach dem einchecken im Hotel sind wir gemeinsam mit unserem Reiseführer auf einen Abendspaziergang in die Stadt gegangen. Auch hier prägen die Straßenhändler das Bild. Spannenderweise bieten sie teilweise sehr unterschiedliche waren im Vergleich zu Buchara an. Die Souvenirindstrie in Usbekistan scheint noch nicht landesweit durchorganisiert zu sein.

Chiva

Chiva

Nach dem wir uns einen ersten Überblick verschafft hatten (alles sehr übersichtlich und viel kleiner als in Buchara) sind wir zum Abendessen in eine Teestube eingekehrt. Unser Reiseleiter erzählte uns, dass die Familie, die die Teestube betreibt, vor einigen Jahren im eigenen Haus begonnen hat Gäste zu bewirten. Nun ist alles sehr groß geworden und dennoch hat man das Gefühl ein Gast der Familie zu sein. Nebenan wird gerade ein neues Haus oder Restaurant gebaut, in bester Lage. Wenn die Familie keine großen Fehler macht, wird sie in ein paar Jahren das erste Haus am Platze sein.

Die Spezialität von Chiva sind grüne Nudeln, die wir natürlich probieren mussten. Die Nudeln werden aus dem gleichen Teig gemacht, den wir für Spätzle verwenden (Mehl, Ei und Salz). Die grüne Färbung entsteht durch Dill, was den Nudeln einen ganz besonderen Geschmack gibt. Dazu gibt es ein klein wenig Fleisch mit Kartoffeln. Eigentlich ein sehr einfaches Gericht, aber wirklich lecker.

Morgen werden wir dann noch mal richtig die Stadt besichtigen (mit Erklärungen und Führung). Bis dahin verbringen wir noch einen ruhigen Abend im Hotel.

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