Essen in Usbekistan


Ganz besonders gespannt war ich auf das Essen hier in Usbekistan. Auf unserer Reise haben eigentlich fast ausschließlich traditionelles Essen zu uns genommen. Natürlich gibt es hier auch Pizza, Pommes und Co. In den Teestuben und Restaurants, die wir besucht haben gab es jedoch immer die traditionellen usbekischen Gerichte.

Plow

Plow

Sehr gut finde ich Plow. Plow ist ein Reisgericht, bei dem der Reis mit verschiedenem Gemüse gemischt und gegart wird. Die Gemüsezugabe ist regional unterschiedlich. In Chiva sind es wohl hauptsächlich gelbe und rote Karotten. In anderen Regionen haben wir auch Paprika, Kichererbsen oder Rosinen darin gefunden. Das Ganze wird dann immer mit etwas Fleisch serviert und ist oft sehr ölig und fett.

Manti

Manti

Manti ist auch ein Gericht, das man überall bekommt. Manti sind Teigtaschen gefüllt mit Fleischstücken und Zwiebeln. Die Taschen werde dann im Wasserdampf gegart. Wir haben Manti drei Mal ausprobiert und sind irgendwann zum Ergebnis gekommen, dass wir es nicht mögen.

Laghman

Laghman

Neben Plow und Manti gibt es noch weitere Gerichte wie die grünen Nudeln von Chiva, Fleischeintöpfe, Pelmini (kleine Nudelteigtaschen, ähnlich Ravioli), Laghman (Nudeln mit Fleisch und Gemüse) und natürlich Kebab (Fleisch am Spiess gegrillt).


Grüne Nudeln

Grüne Nudeln

In Usbekistan werden sehr viele unterschiedliche Suppen gegessen. Es gibt Kürbissuppe (eher süss und sämig, so wie wir das auch kennen), Reissuppe (mit Fleisch- und Gemüsezugabe), usw. Meistens wird die Suppe als Zwischengang gegessen. Ich mag die Suppen hier sehr gerne.

Rote Beete-Salat

Rote Beete-Salat

Zum Beginn eines Essens gibt es meistens Salate, die in kleinen Schälchen auf dem Tisch verteilt werden. Jeder nimmt sich, was und so viel er möchte. Die Salate die wir bekommen haben, waren überall sehr ähnlich. Rote Bete-Salat, Karottensalat, Tomaten/ Gurken-Salat, Auberginensalat, etc. waren eigentlich immer dabei. Spannend ist, dass es auch Glasnudelsalat gibt. Ein Gericht, das durch die Koreaner während der Sowietzeit nach Usbekistan gekommen ist.

Glasnudelsalat

Glasnudelsalat

Zum essen wird immer Grüntee gereicht, der in einer Kanne auf den Tisch kommt und aus Schälchen getrunken wird. Es gibt auch eine kleine Teezeremonie, die wir gerne mit nach Deutschland nehmen werden. Man gewöhnt sich schnell daran Tee zum Essen zu trinken, zumal er auch gut den Durst löscht. Besonders die Variante Grüntee mit Zitronen und Zucker schmeckt richtig gut.

Zum Nachtisch haben wir bisher immer Obst bekommen. In den meisten Fällen Melonen in den unterschiedlichsten Varianten. Usbekistan ist bekannt für seine vielen Melonentypen und vor allem für den Geschmack. Ich habe grandiose Honigmelonen gegessen, deren Geschmack ich so schnell nicht vergessen werde.

Eine Überlegung lässt uns jedoch nicht los. Obwohl Usbekistan fast 2000 Jahre der Knotenpunkt der Seidenstraße war, sind erstaunlich wenig Gerichte hier hängen geblieben. Wir hatten erwartet, dass das Essen Variantenreicher und mit mehr Gewürzen ist. Das ist aber leider nicht der Fall. Zum einen liegt es daran, dass hier in der Wüste nicht so viel wächst, zum anderen waren schon währen der Zeit der Handelskarawanen die Gewürze sehr teuer.

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